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Tipps für den Bauherren |
Die eigene Baustelle beim Hausbau richtig managen
Vorausplanung
Bevor mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen wird, müssen im Vorfeld durch den Bauherrn viele
wichtige Aufgaben erledigt werden, welche sich nicht selten über einen Zeitraum von mehreren
Monaten erstreckt. Eine gute Vorausplanung zahlt sich hier aus. Dies gilt sowohl für den eigenen
Neubau, Anbau oder Umbau. Wichtige Schritte müssen geplant und organisiert werden, damit die
gesamten Maßnahmen zum gewünschten Zeitpunkt erfolgreich abgeschlossen werden können.
Hierdurch können viele Fehler während der Bauausführung vermieden werden, die durch Mangel an
Kommunikation, falschen Annahmen oder durch fehlendes Wissen entstehen.
Auftragnehmer oder Eigenleistung:
Der Bauherr selbst hat grundsätzlich das Recht, sämtliche Auftragnehmer, sowie alle am
Bau beteiligten Ingenieure und Handwerker selbst auszuwählen.
Er muss keinesfalls die vom Architekten vorgeschlagenen Partner und Handwerker akzeptieren und hat
zusätzlich die Möglichkeit bestimmte Bereiche in Eigenleistung selbst durchführen. Der Nachteil liegt in
diesem Fall allerdings darin, dass man für solche Leistungen keine Garantien oder Gewährleistung
erhält.
Erfahrung zahlt sich aus.
Es ist von Vorteil, wenn man die einzelnen Bereiche an Firmen übergibt, die bereits Erfahrung und
Referenzen vorweisen können. Diese sollten eine entsprechende Versicherung vorweisen können, um
im Falle eines verschuldeten Schadens durch die Bauausführung aufkommen zu können.
Ausschreibungen
Wenn
Sie einen Architekten Ihres Vertrauens mit der Durchführung und Planung
des Hausbaus beauftragt haben, wird mit der Ausschreibung bzw. dem Erstellen
des Leistungsverzeichnisses begonnen. Der Architekt übernimmt die Ausarbeitung
für die entsprechenden Gewerke wie Rohbauarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Fliesen-
arbeiten usw. Die am Bau tätigen Firmen werden angeschrieben und um die Abgabe
der jeweiligen Angebote gebeten, die im Anschluss geprüft und verglichen werden. Es wird geraten
möglichst immer von mehreren Firmen des gleichen Gewerkes, wie Maurer, Dachdecker oder Fliesen-
leger Angebote einzuholen, damit dann aus einem breiten Preisspektrum ausgewählt werden kann.
In der Ausschreibung werden neben Anzahl der zu errichtenden Bauteile oder deren Fläche auch die
Qualitäten und zu verwendenden Materialien festgelegt. Dies ist besonders wichtig, da so die Produkt-
qualität gewährleistet wird und die Preise der einzelnen Firmen genau verglichen werden können.
Der Vertrag
Der Auftraggeber, also der Bauherr, schließt nach Durchsicht der Angebote mit jedem Beteiligten einen
Vertrag, in dem die zu erfüllende Leistung beschrieben ist. Die Verträge richten sich generell nach der
VOB Teil B und/oder dem BGB.
| Bauzeitplan Es empfiehlt sich, nach Baubeginn mit dem Architekten regelmäßig eine Baubesprechung und Baubegehung durchzuführen, damit der Baufortschritt begutachtet werden kann. Meist erstellt der Architekt im Vorfeld parallel zur Ausschreibung einen Bauzeitenplan, an den sich die einzelnen Firmen zu halten haben. |
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Abnahme
Sind dann die Arbeiten abgeschlossen, so erfolgt die Abnahme durch den Bauherrn, um festzustellen,
ob die durch den Auftragnehmer ausgeführten Arbeiten frei von Mängeln sind. Diese sollte vor Ort
zusammen mit dem zuständigen Architekten und dem Auftragnehmer stattfinden und in einem
schriftlichen Protokoll festgehalten werden.
Die Gewährleistungszeit
Nachdem der Hausbau abgeschlossen, beginnt für alle abgenommenen Leistungen die
Gewährleistungszeit. Der Zeitraum hierfür richtet sich nach den aktuellen Gesetzen
und den vereinbarten Vertragsgrundlagen. Die Erfahrung zeigt, dass grundsätzlich
von allen Gesprächen und Vereinbarungen, die von vertraglich getroffenen Regelungen
abweichen, aussagefähige Notizen anzufertigen und aufzubewahren sind.
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